Jahresrückblick 2017

Lebensmittelverpackungen-Schön verpackt zu welchem Preis?

Die Landfrauen Lunden luden am Mittwoch, 08.11.2017 die Leiterin der Verbraucherzentrale Kiel und Ökotrophologin Frau Dorothe Krämer in den Lindenhof nach Lunden ein, um über Lebensmittelverpackungen und ihre Folgen zu berichten. Die Referentin erläuterte, dass bis zu 90% aller Lebensmittel heut zu Tage verpackt sind. Was das für uns Menschen und die Umwelt zu folge hat und welche Maßnahmen wir treffen können, um Verpackungsmaterialen zu vermeiden, wurde an diesem Abend ausführlich erläutert.

 

Frau Krämer wies darauf hin, dass es sich vielfach leider nicht vermeiden lässt, Lebensmittel abgepackt zu erwerben. Allein wg Transport, Lebensmittelkennzeichnung und Informationsquelle, vor allem für Allergiker, ist es nicht unumgänglich. So dient so manche Verpackung als hilfreiche Informationsquelle, auf die man nicht verzichten kann. Alternativ berichtete Frau Krämer von einem Laden in Kiel, der fast ausschließlich auf Verpackungen verzichtet. So kann man mit zahlreichen Vorratsdosen seine Waren einkaufen, z.B. Zucker, Mehl, Getreide, Süßigkeiten, Nudeln und vieles mehr. Bei frischen Waren wie Fleisch, Wurst und Käse lässt es sich aus hygienischen Gründen jedoch nicht vermeiden.

 

Ein weiterer Punkt an diesem Abend war Verpackungen als Werbezwecken. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit werden zahlreiche Produkte ansprechend verpackt. Als Beispiel hierfür wurden die Kirschtomaten genannt. Ansprechend wie eine Pralinenschachtel paarweise aneinander gereiht, macht sie sich in so machen Präsentkörben doch dekorativ. Man kann jedoch als Verbraucher auf aufwendige Verpackungen mit wenig Inhalt verzichten und auf Glasmaterialien oder Mehrweg zurückgreifen, z.B. Joghurt-Gläser.

 

Frau Krämer ging an diesem Abend auch auf die Recycle baren Verpackungen ein und ihre Vor-und Nachteile. Glas gibt keine Schadstoffe an das Produkt weiter. Jedoch aus ökologischer Sichtweise hat das Recycling einen hohen Energieaufwand.

 

Papier und Kartonagen dagegen sind von außen oft bunt und ansprechend bedruckt. Bei der Rohstoffwiederverwendung bleiben oft Schadstoffe zurück, die die Umwelt belasten. Hier lautet die Devise: je bunter, desto schlimmer.

 

Metalle, wie in Blechdosen enthalten oft Weichmacher , Rückstände von Kunststoffen sowie Aluminium. Diese Stoffe gelangen in den Organismus und werden über die Nieren wieder ausgeschieden. Was zur Folge hat, dass man ernsthaft erkranken kann.

 

Die gute Alufolie sollte ebenfalls mäßig im Haushalt eingesetzt werden. Zumal es ein Rohstoff ist, der nicht unendlich auf unserer Welt greifbar ist und zum Anderen ist sie auch nicht für alle Speisen einsetzbar. Warnhinweise auf den Alufolien-Verpackungen weisen darauf hin, sie niemals mit Salzwasser gekochten, stark säure- oder salzhaltigen Lebensmittel zu benutzten. Aluminiumpartikel lösen sich aus der Folie und gelangen so in unseren Körper.

 

 

 

Den größten Anteil jedoch machen Verpackungen aus Kunststoffen aus. Nahezu 60% aller Waren bestehen aus Kunststoffen. Gewisse Vorteile bringen diese Verpackungen mit sich, wie Sichtbarkeit, Temperaturunempfindlichkeit, leichter Transport sowie Hygiene.  Jedoch haben die Kunststoffe eine bittere Kehrseite. Die Stoffe gelangen über den Hausmüll in die Umwelt. Von den Deponien gelangen Sie in unsere Wälder und Weltmeere. Vor allem im Fischfang ist zu sehen, wie viel Kleinst-Partikel über die Fische und letztendlich zum Endverbraucher, dem Menschen, in unseren Organismus landen. Des Weiteren können Kleberückstände, wie auf wiederverschließbaren Verpackungen für Wurst und Käse auf den Scheiben gelangen. Ratsam wäre es, die Lebensmittel gleich aus der Packung in die gute alte „Tupperdose“ zu packen.

 

Aber auch die angeblichen Vorteile wie Transparenz können uns Kunden täuschen, in dem der frischegrad durch so genannte Absorber vorgetäuscht werde. Oder dem Produkt wird Luft aus der Verpackung entzogen und durch Stickstoff ersetzt. So bleibt das Produkt länger haltbar.

 

Frau Krämer wies auch darauf hin, dass der Mensch gerne dazu neigt, Verpackungen wieder zu verwenden. Als Beispiel nannte sie das Umfüllen von heißer Suppe in Eisbehälter. Oder die Nutzung von Sprühsahne-Hauben als Puddingform. Jedoch warnte sie davor, diese praktischen Haushaltstipps anzuwenden. Diese Verpackungen seien darauf nicht ausgelegt, unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt zu werden, und könnten somit Stoffe an die Lebensmittel weitergeben. Des Weiteren sollten Küchengehilfen, wie Pfannenwender, Kochlöffel etc. nicht im heißen Topf stehen gelassen werden. Durch die starke Hitzeentwicklung schmilzt der Kunststoff und gelangt in die Mahlzeit.

 

Fazit der Veranstaltung: man könnte nicht auf Verpackungen verzichten, jedoch kann jeder einzelne dazu beitragen, weniger zu verbrauchen und auf Alternativen zurück zu greifen. Der Umwelt zu Liebe!

 

Text: Marion Looft

 

Fahrt in die Vier-und Marschlande

Zu einer Fahrt mit Bus und Fahrrad in die Vier-und Marschlande trafen sich 30 LandFrauen des LandFrauenVerein Lunden. Nachdem die Fahrräder verstaut waren ging es zum Rastplatz Budikate wo eine Frühstückspause eingelegt wurde. In Moorfleet kam die Reiseführerin dazu. Diese dirigierte den Bus durch das Gebiet und vermittelte ihr reichhaltiges Wissen über das Gebiet und ihre Menschen von der Entstehung bis in die heutige Zeit.
Das zum Bezirk Bergedorf gehörende Landgebiet umfasst 13.163 Hektar im Südosten Hamburgs und ist unterteilt in 11 Stadtteile. Dazu gehören in den Vierlanden: Altengamme, Curslack, Kirchwerder und Neuengamme. In den Marschlanden: Allermöhe, Billwerder, Moorfleet, Ochsenwerder, Reitbrook, Spadenland und Tatenberg.
Die Landschaft wird geprägt durch die langen Deiche entlang der Elbe und ihren Seitenarmen der Dove-Elbe, Gose-Elbe und Bille, sowie schönen alten Bauern- und Fachwerkhäusern, sogenannte Hufnerhäuser. Laut Wikipedia ist ein Hufnerhaus die norddeutsche Bezeichnung für das Hauptgebäude einer Wohnanlage. Es steht mit dem Wohnteil, der quergestellten Wohndiele, Flett oder Fleet genannt zum Deich hin und in ihm lebten Mensch und Tiere gemeinsam. Im friesischen werden diese Häuser „Haubarg“ genannt.
Die Vier- und Marschlande sind das größte Gemüse- und Blumenanbaugebiet Deutschlands. Einen dieser Blumenanbaubetriebe besuchten die Lundener LandFrauen. In Altengamme besuchten die LandFrauen die St. Nikolai Kirche. Die Kirche gehört zu den acht Hamburger Landkirchen und gilt als älteste der Dorfkirchen im Gebiet der Vier- und Marschlande. Sie hat zwei Anbauten, der höhere wird als Männerbrauthaus bezeichnet, es ist innen mit einer Bauernmalerei verziert. Der kleinere Anbau ist innen schmucklos und wird als Frauenbrauthaus bezeichnet. Die Kirche hat eine barocke Einrichtung für die sie in der Umgebung weit bekannt ist. Die beiden Emporen links und rechts des Altars und die sogenannte "Frauenempore" unter der Orgel füllen und ergänzen den Raum, sind aber auch ungewöhnlich an den Querseiten des Raumes angeordnet. Die hölzerne Tonnendecke ist blau gestrichen und mit unregelmäßig angeordneten goldenen Sternen verziert. Der hohe Altar wird von zwei Gemälden, der Kreuzigung und dem letzten Abendmahl, beherrscht. Ein bronzener Taufkessel mit absenkbarem Taufdeckel steht im Hauptraum. Sehr auffällig und außerhalb der Vierlande unüblich sind die 55 reich verzierten und individuell angefertigten Hutständer, die an den Männerbänken montiert sind. Das Gestühl weist viele wertvolle Intarsienarbeiten auf und selbst gestickte Sitzkissen schmücken die Sitzbänke.
Nach der Besichtigung der Kirche fuhren 15 LandFrauen mit den Fahrrädern weiter und erkundeten das Gebiet.
Der Bus fuhr mit den Nichtradfahrern zum Rieck Haus.
Das älteste Fachwerkhaus Norddeutschlands, das Rieck-Haus in Curslack, ist ein Hufnerhaus. Die Lundener LandFrauen erhielten bei der Führung durch das
Freiluftmuseum viele Informationen. Der Fremdenführer punktete durch großes Wissen und faszinierte die LandFrauen durch seine Ableitungen bekannter Sprichwörter.
Vor der gemeinsamen Heimfahrt von dieser sehr informativen und interessanten Reise trafen sich Radfahrer und Busreisende zum Kaffee trinken in einem Café mit Elbblick.

 

Text: Irmgard Fleig, Fotos: Arno Gaeversen

Konzert in der St. Laurentius Kirche Lunden

Watt´n Chor aus Marne
Watt´n Chor aus Marne

Am Mittwoch dem 31.5.2017 kamen auf Einladung der LandFrauen Lunden 40 Sängerinnen und Sänger des Watt`n Chores aus Marne zu einem Konzert in die St. Laurentius Kirche in Lunden.

 

In der voll besetzten Kirche in Lunden trat der Chor zum ersten Mal auf und begeisterte LandFrauen und Gäste gleichermaßen.

 

Als Gospelchor 2005 gegründet wurde das Repertoire um den neuen Chorleiter Michael Maaß im Laufe der Jahre stetig durch neue Stücke aus der Popmusik der letzten vier Jahrzehnte sowie um afrikanische Spirituals erweitert.

 

Besonderen Wert wird dabei auf vierstimmige Chorsätze gelegt, um dem Klangerlebnis gerecht zu werden. Die Sängerinnen und Sänger kommen aus ganz Dithmarschen, Itzehoe und sogar aus Hamburg.

 

Die LandFrauen und ihre Gäste erlebten ein  einzigartiges Konzert mit Liedern aus Namibia und Simbabwe und Stücken von den Beatles, Michael Jackson, Frank Sinatra, Carat, ABBA, Westernhagen, Mamas and the Papas, Ray Charles und den Beach Boys - um nur einige Interpreten hier zu nennen.

 

Begeistern konnte auch der Solist Sebastian Steyer mit seiner Bassstimme.

 

Der „Regenmacher“ Uli Juhl überraschte das Publikum mit einer gekonnten Perkussions-Einlage des Chores.

 

Chorleiter Michael Maaß überzeugte durch Solo Einlagen und seinen gekonnt humorvollen Umgang mit dem Publikum. 

 

Nach dem zweistündigen Konzert mit Zugaben waren die LandFrauen und ihre Gäste so begeistert, dass ein weiteres Konzert in Lunden geplant werden soll.

 

Die LandFrauen Lunden übergaben dem Chorleiter Michael Maaß noch einen Scheck über 100,-€ bevor die Zuhörer die Kirche musikalisch begleitet verließen und die Gelegenheit für eine Spende wahrnehmen konnten.

 

 

Text und Foto: Irmgard Fleig

 

LandFrauen Lunden spenden für das Projekt “ Ferienspaß „ der Gemeinde Lunden

Beim Frauenfrühstück der LandFrauen Lunden im Hotel Lindenhof 1887 in Lunden fand auch der beliebte Bücherflohmarkt statt. Die aus dem Buchverkauf erzielte Summe von 100,-€ wurde am 05.05.2017 als Spende  von Karin Gaeversen und Sabine Glöde, Vorstandsmitglieder der LandFrauen Lunden, an die Vorsitzende des Kulturausschusses der Gemeinde Lunden Birgit Dethlefs übergeben. Der Kulturausschuss der Gemeinde Lunden organisiert mit ihrem Projekt „Ferienspaß“ Ausflüge und Aktionen in den Ferien für Kinder der Gemeinde im Alter von 6-14 Jahren.

Die Kinder können so kostenlos z.B. das Multimar Wattforum in Tönning, den Hansapark in Sierksdorf oder die Karl May Spiele in Bad Segeberg besuchen.

Vintage  Jahre - oder die Kunst, stilvoll älter zu werden

Mit Scharfsinn und Witz porträtierte Susanne Mayer, Kolumnistin der „Zeit“,  einen Lebensabschnitt und seine Bewohner bei der  Lesung zu ihrem Buch  „Die Kunst, stilvoll älter zu werden“ bei den LandFrauen in Lunden.

 

Vintage- vom engl.“ altmodisch“, „alt“, „klassisch“,  auch Traubenlese genannt.

 

Vintage-Jahre – das ist ein Stoßseufzer,  beinhaltet aber auch eine Note der Verblüffung.  Vintage - von gestern sein? Auf der Spurensuche nach dem, was Altern heute bedeutet, ist diese Schockerkenntnis der Ausgangspunkt des Buches von Susanne Mayer.

 

Sie erzählt von verbalen Angriffen  wegen des Älterseins, von Erlebnissen innerhalb der Familie und im Freundeskreis sowie am Arbeitsplatz.

 

Neben diesen persönlichen Erfahrungen werden bei dieser Lesung auch gesellschaftliche Entwicklungen unter die Lupe genommen. Amüsant seziert Susanne Mayer die Optimierungsphantasien in dieser  Lebensphase, Kämpfen an der Feminismus Front, dem Rentnerdasein, den Erfahrung von Fremdheit in dieser sich beschleunigenden Welt sowie dem Umgang der Medien gerade mit der alternden Frau.

 

Doch Resignation und Verbitterung sind nicht angesagt, dafür ist das Leben zu kurz und zu wertvoll.

 

Frau Mayer animierte die LandFrauen zu eigenen Erzählungen von Erlebnissen und Erkenntnissen, die sie selbst oder bei anderen Frauen beobachtet haben in dieser Lebensphase.

 

Das Fazit aus dieser humorvollen und gleichzeitig nachdenklichen Lesung könnte  lauten:

 

„So sollte vielleicht das Altern sein: absichtslos und übermütig“.

 

Text: Irmgard Fleig, Foto: Marion Looft

 

Susanne Mayer liest Passagen aus Ihrem Buch vor
Susanne Mayer liest Passagen aus Ihrem Buch vor

Sind Umgangsformen noch zeitgemäß?

Foto: Frau Sonja Stümer zeigt den richtigen Händedruck.
Foto: Frau Sonja Stümer zeigt den richtigen Händedruck.

Über 90% aller Deutschen finden es auch heute noch wichtig, dass „man“ sich richtig benimmt. Gute Umgangsformen tun der Seele gut und vermitteln ein Glücksgefühl.  Sie können vor Depressionen und Krankheiten schützen sagt Sonja Stümer, Tanzlehrerin und Coach für Umgangsformen.

 

Am Mittwoch dem 29.März zeigte Sonja Stümer den LandFrauen in Lunden, welche Auswirkungen ein netter Umgang miteinander hat. Höflichkeit und Etikette gehören zu den Umgangsformen. Dabei ist die Höflichkeit die Grundlage für das menschliche Miteinander, die Etikette das i-Tüpfelchen obenauf.
Wenn die fünf Grundbedürfnisse des Menschen - Überleben, Sicherheit, Zugehörigkeit, Anerkennung und Selbstbestimmung - in Waage sind, stellt sich ein Gefühl der Freude ein, daher der Ausspruch: „ dann geht das Herz auf“.

 

In kurzen Fallbeispielen zeigte Sonja Stümer den LandFrauen das richtige Verhalten auf dem gesellschaftlichen Parkett. Zum Beispiel ist bei der Begrüßung in Gesellschaft ein „Hallo“ nicht passend, Blumen werden ausgepackt überreicht und beim Händedruck sollten die Daumen gestreckt aneinander vorbei geführt werden.

 

Möchte jemand ein Fest verlassen, muss er nicht warten, bis der Ehrengast geht, Blumen dürfen auch in gerader Zahl mitgebracht werden. Ganz wichtig ist bei einer Einladung zu beachten, nicht vor der Zeit zu erscheinen. Die Hausfrau hat vor der Feier viel zu tun, sie braucht die Zeit für sich und sollte sich nicht schon mit Gästen beschäftigen müssen.

 

Auch wenn wir Frauen als emanzipiert gelten und alles selbst machen wollen und können, ist es heute bei uns Frauen wieder angesagt, die Annehmlichkeit z.B.  des Tür Aufhaltens, in den Mantel helfen lassen, zu genießen. Der Mann kann nur soweit Gentleman sein, wie die Frau es zulässt.

 

Sonja Stümer unterhielt die LandFrauen mit kompetentem Fachwissen und mit viel Charme und Witz.

 

Text: Irmgard Fleig, Foto: Maren Holst

 

LandFrauen werden zu Modeexperten

Ilona Steffen auf dem Catwalk
Ilona Steffen auf dem Catwalk

Am 1.März ging es für 20 LandFrauen aus Lunden zu Gina Laura in Heide.

 

Drei LandFrauen hatten sich bereit erklärt, als Models die neue Frühjahrsmode zu präsentieren. Bei Sekt und Snacks in einer tollen Atmosphäre wurde  den LandFrauen aus Lunden vom hervorragenden Gina Laura Team  die neue Mode vorgestellt. Den Models machte es sichtlichen Spaß.

 

Dazu wurden jeweils Kombinationsmöglichkeiten vorgestellt. Auch was es bringt verschiedene Farben zu nutzen, sei es durch Tücher, Westen, Pullis o.a. wurde anschaulich demonstriert. Nach der Modenschau war Zeit, das erlernte für sich selber, oder als Ratgeberin bei den anderen LandFrauen beim Schauen, Stöbern und Kaufen einzusetzen. Im kommenden Jahr, so waren sich die LandFrauen einig, soll es gerne eine Wiederholung geben.

 

Text und Foto: Irmgard Fleig

 

 

Osteoporose, ein Problem vieler Frauen ab 50

Die Lundener LandFrauen hatten Herrn Prof.Dr.Dr.Psych. Fritz Sixtus Keck, Chefarzt der Medizinischen Klinik I im WKK Heide eingeladen, im Vorspann zu ihrer Mitgliederversammlung einen Vortrag über - Osteoporose erkennen, vorbeugen, behandeln  - zu halten. Bei Knochenschwund liegt ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und -abbau vor, berichtete Prof. Keck. Die Knochendichte nimmt bei Frauen ab 50 Jahren (Menopause) drastisch ab. Der Körper stellt die Östrogenproduktion ein. Es kommt zu einem Vitamin D und Kalziummangel, der die Längs- und Querverbindungen im Knochen dünner werden lässt und dieser im Extremfall einbricht. Anzeichen der Krankheit lassen sich nur über eine Knochendichtemessung feststellen, die Aufschluss über den Zustand und die Stabilität des Knochengewebes gibt. Nicht beeinflussbare Risikofaktoren für die Krankheit sind: Vererbung bei 50% der Frauen, ethnische Herkunft, Alter, Schwangerschaften und Stillzeiten. Dem Alterungsprozess sind Frauen aber nicht hilflos ausgeliefert. Wer viel Sport treibt und genug Vitamin D und Kalzium zu sich nimmt, nicht raucht und nicht übermäßig Alkohol trinkt, hat gute Chancen, den Knochenschwund zumindest zeitweise zu stoppen. Entgegen der landläufigen Meinung, dass Milchprodukte eine wirksame Waffe gegen Osteoporose sind, steht die Tatsache, so Prof. Keck, dass Milch, Käse und Co. fast ebenso viel Phosphorsäure wie Kalzium enthalten und so der positive Effekt neutralisiert wird. Stattdessen bieten sich Gemüse wie Broccoli und Grünkohl sowie Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide wegen ihres hohen Calciumgehaltes an.

Vitamin D nimmt die Haut über das Sonnenlicht auf, was in unseren Breitengraden eher nich ausreichend möglich ist.

 

Prof. Keck mit Karin Gaeversen und Marie-Luise Witt
Prof. Keck mit Karin Gaeversen und Marie-Luise Witt

Nachdem Prof. Keck viele Fragen aus dem Publikum, vorwiegend zur prophylaktischen Einnahme von Vitamin D und Kalzium beantwortet hatte, dankte ihm die erste Vorsitzende des LandFrauenVereins Lunden Karin Gaeversen für die umfassende Information über das Krankheitsbild Osteoporose mit einem kleinen Präsent. Außerdem überreichten sie und die zweite Vorsitzende Marie Luise Witt einen Scheck über 100 € zur Verwendung im Verein der Freunde und Förderer des Westküstenklinikums Heide e.V.

Auf weitere 4 Jahre gewählt: Marie-Luise Witt
Auf weitere 4 Jahre gewählt: Marie-Luise Witt

Nach einer kleinen Pause wurden die Tagesordnungspunkte zur Mitgliederversammlung zügig mit

Beamerunterstützung abgearbeitet. Bei den Wahlen wurde die zweite Vorsitzende Marie-Luise Witt einstimmig in ihrem Amt für weitere 4 Jahre bestätigt. Zu neuen Kassenprüfern ernannte  die Versammlung ebenso einstimmig Kerstin Murach und Ute Mainz.

 

Text: Sigrid Albrecht  Fotos: Maren Holst

Landfrauen spenden für Tommy Trösterbärchen

Foto: Christian Mandel vom RkiSH
Foto: Christian Mandel vom RkiSH

 

Die Landfrauen aus Lunden und Umgebung im nördlichen Dithmarschen sind sehr aktiv. Sie treffen sich monatlich zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten zu verschiedenen Themen. Zwischen 20 und 30 aktiver Landfrauen nutzen die gemeinsame Zeit und hören Vorträge zu interessanten Themen oder unternehmen zusammen verschiedene Aktivitäten. Das Angebot reicht im neuen Programm von einer Modenschau zur aktuellen Frühjahrskollektion, über Vorträge aus dem Gesundheitsbereich oder einen Impuls zu modernen Umgangsformen, gemeinsame Reisen oder Handarbeitsnachmittage.

Ende Januar hatte die RKiSH auf Einladung des Vorstandes die Gelegenheit, den aktiven Landfrauen die Arbeit in der Notfallrettung und dem Krankentransport näherzubringen. Christian Mandel erklärte den 35 Besuchern (davon drei „Landmänner“) in einem informativen Vortrag das Unternehmen RKiSH und untermalte seine Ausführungen mit Beispielen zum richtigen Verhalten von Ersthelfern in der Zeit, bis der Rettungswagen eintrifft. Die viele Fragen der Zuhörer zeigten deutlich, dass nicht nur das Thema interessant war, sondern häufig auch eine große Unsicherheit im Umgang mit einem Notfall vorhanden ist. Bei den meisten Teilnehmern des Abends lag der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon einige Zeit zurück und es gelang gemeinsam, ein Bewusstsein zu schaffen, dass das Nichtstun im Notfall das Schlimmste ist. Ein Impulsvortrag ersetzt natürlich keinen Erste-Hilfe-Kurs, ist aber mit Sicherheit der Anreiz, die eigenen Fähigkeiten in dem Bereich wieder aufzufrischen.

Wen hole ich wann? Diese zentrale Frage wurde im gemeinsamen Dialog mit den Zuhörern erarbeitet und der Unterschied zwischen den Aufgabenbereichen des Rettungsdienstes, dem zuständigen Hausarzt und dem Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung verdeutlicht. Durch die besondere geographische Lage des Ortes Lunden kommt es regelmäßig vor, dass bei einem Notfall die nordfriesischen Kollegen aus Tönning aktiv werden. Hier gab es die entsprechenden Erklärungen, warum das so ist und dass die Kreisgrenzen glücklicherweise keine Rettungsgrenzen sind. Ziel der Leitstelle ist es, das Rettungsmittel zuschicken, welches am schnellsten am Notfallort sein kann, um dem Patienten zu helfen.

Ein wichtiges Augenmerk bei den Tipps zum richtigen Umgang mit einem Notfall lag darauf, neben der guten Patientenversorgung und -betreuung, den Einsatzort beispielsweise mit beleuchteten Hausnummern oder Einweisern gut sicht- und auffindbar zu machen. „Das falscheste ist, gar nichts zu tun!“ war die Kernbotschaft. Und da gehören neben den lebensrettenden Maßnahmen und einem aussagefähigen Notruf auch die zeitüberbrückenden Tätigkeiten der Ersten-Hilfe wie Wärmeerhaltung und Lagerung hinein.

Als Dankeschön für den gelungenen Abend überreichten die Landfrauen einen Spendenscheck zur Beschaffung von weiteren Tommy-Trösterbärchen an die RKiSH. Christian Mandel bedankte sich für die tolle Unterstützung besonders im Namen unserer kleinen Patienten und zeigte sich zuversichtlich, bald wieder eine große Zahl dieser wertvollen „kleinen“ Mitarbeiter in der RKiSH begrüßen zu können.

 

Text: RKiSH

Fotos: Arno Gaeversen, Landfrauen Lunden